Ausgabe 2_2013
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Der Schweiz steht im Spätherbst eine Abstimmung über die sog. «1:12-Verfassungsinitiative» bevor. Danach soll kein(e) Arbeitnehmer(in) in einem Jahr weniger verdienen als der Topmanager desselben Unternehmens in einem Monat.
Die Annahme der Initiative wäre als «Bombe» zu qualifizieren, deren Streuwirkung auch den Sport nicht aussparen würde. Im professionellen Sport gelten längst die Gesetze der Wirtschaft, Sportkapitalgesellschaften gehören zum Standard und Börsengänge von Sportunternehmen sind im Trend. Etliche Sportler, insbesondere in Mannschaftssportarten, sind Grossverdiener; sie sind aber immer noch Arbeitnehmer, wenn auch atypische. Die «Lohnschere» ist auch im Sport auszumachen. Würde die «1:12-Regelung» Tatsache, müsste sie auch im professionellen Sport umgesetzt werden: Der Fussballprofessional dürfte höchstens zwölfmal mehr verdienen als die Raumpflegerin im Klublokal oder der Platzwart.