Ausgabe 3_2013
Startseite
Gerade im Bereich des Sportrechts ist die Diskussion über das Verhältnis zwischen privaten Schiedsgerichts- und staatlichen Gerichtsverfahren nicht neu. Im Vordergrund stehen insbesondere die folgenden Fragen: Sind auch (private) Schiedsgerichte verpflichtet, die für staatliche Gerichtsverfahren geltenden prozessualen (Mindest-)Garantien zu beachten? Und wenn ja: welche Grund- und Verfahrensrechte gelten in welchem Ausmass? Obwohl diese Fragen sich häufig stellen, gibt es hierzu bislang weder von nationalen noch von internationalen Schiedsgerichten eine eindeutige Entscheidung.
Würden die Schiedsgerichte – im Sportbereich insbesondere das Sportschiedsgericht (Court of Arbitration for Sport, CAS) mit Sitz in Lausanne – sich diesbezüglich offener gegenüber den grundlegenden Verfahrensrechten verhalten, verlören die entsprechenden Zweifel und Diskussionen rasch ihre praktische Relevanz.