Ausgabe 3_2015
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Die Griechen haben es vorgemacht: Wenn man nur dreist genug ist und auf der Gegenseite eine eher schwache Partei vorfindet, bekommt man letztlich, was man will (und das ist in aller Regel Geld). Nicht dass dieser Ansatz für die USA neu wäre – sie haben ihn in Bezug auf die Schweizer Banken bereits erfolgreich durchexerziert. Aber vielleicht hat die Art, wie Griechenland der Europäischen Union (EU) auf der Nase herumgetanzt ist, den Amerikanern (noch mehr) Auftrieb gegeben. Jetzt dürfte es also die FIFA sein, die – im Gegenzug für ein Ablassen von (straf-)rechtlich denkwürdigen Aktionen gegen sie – letztlich zahlen soll. Der Welt-Monopolverband FIFA ist indes weit stärker als die Schweizer Banken, die offenbar relativ leicht in die Defensive zu drängen waren. Die «Causa FIFA »könnte für die USA in einem Desaster enden – falls die FIFA jegliche Verhandlungsbereitschaft verweigert und die Attacken juristisch pariert.