Ausgabe 3_2017, Startseite 269
RECHTSPRECHUNG SCHWEIZ
Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 29. Juni 2017; 4A_600/2016
Mit Urteil vom 29. Juni 2017 entschied das Bundesgericht über die Beschwerde in Zivilsachen Michel Platinis. Michel Platini war mit Schiedsspruch des Court of Arbitration for Sport (CAS) mit einem Verbot jeglicher in Zusammenhang mit dem Fussball stehenden Tätigkeit von vier Jahren belegt worden. Das Bundesgericht wies die Beschwerde ab und bestätigte die Verurteilung Michel Platinis wegen Vorteilsannahme im Sinne von Art. 20 des FIFA-Ethikreglements und Interessenkonflikts gemäss Art. 19 des FIFA-Ethikreglements.
In seinem Urteil kam das Bundesgericht – unter der von Gesetzes wegen eingeschränkten Kognition – zum Schluss, dass die Entscheidung, Michel Platini für vier Jahre zu sperren, im Ergebnis nicht willkürlich sei. Insbesondere konnte das CAS, ohne in Willkür zu verfallen, Michel Platinis Behauptung, dass die Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken von der FIFA an ihn im Jahr 2011 auf einer mündlichen Absprache mit dem damaligen FIFA-Präsidenten Joseph Blatter beruhe, als nicht überzeugend erachten. Auch sei die ausgesprochene Sperre von vier Jahren keine haltlose und damit willkürliche Sanktion.