Ausgabe 2_2017, Startseite 141
Rechtsprechung Deutschland
Urteil des Landgerichts Köln vom 28. März 2017; 31 O 448/14
Anlässlich der Bridge-WM 2013 auf Bali soll sich ein deutsches Spielerpaar unerlaubterweise, insbesondere durch Husten, verständigt haben. Das Verhalten der beiden Akteure hatte sanktionsrechtliche Massnahmen seitens der zuständigen Verbände zur Folge. Die ausgefällten Sanktionen wurden vom Landgericht Köln teils als «unverhältnismässig» und «grob unbillig» qualifiziert (Urteil des Landgerichts Köln vom 28. März 2017; 31 O 448/14). Im Urteil hatte sich das Gericht mit den verschiedensten Aspekten des internationalen Sport-Sanktionsrechts zu befassen (beispielsweise sanktionsrechtliche Unterstellung von Spielern unter das Regelwerk der Verbände, Fragen der Verbands- und Schiedsgerichtsbarkeit, Anwendung des schweizerischen Vereinsrechts in internationalen Verhältnissen); die Kölner Entscheidung kann als «Lehrbuchbeispiel» qualifiziert werden.