Ausgabe 2_2017, Startseite 157
Rechtsprechung Schweiz
Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 22. Dezember 2016; 8C_4/2016 (BGE 142 V 572)
Nach Entscheiden der zuständigen kantonalen Genfer Behörden bzw. des Sozialversicherungsgerichts hatte das Schweizerische Bundesgericht darüber zu befinden, ob die Tätigkeit eines noch nicht 25-jährigen Eishockeyprofessionals, der relativ tief entlöhnt wurde, (noch) als Ausbildung zu qualifizieren sei. Das oberste Schweizerische Gericht verneinte dies und negierte den Anspruch der Mutter des Spielers auf Ausbildungszulagen gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die Familienzulagen (FamZG). Ein Eishockey-Professionalspieler agiere auf einem sehr hohen sportlichen Niveau, und aufgrund des abgeschlossenen Arbeitsvertrags könne keine Ausbildungstätigkeit angenommen werden, auch wenn die Entlöhnung im Rahmen des Arbeitsvertrags sehr niedrig sei.